Insektenfilm auf arte – schöne Aufnahmen

Wenn es Winter wird, verschwinden die Insekten aus Wiesen und Wäldern. Dann ist es vorbei mit dem Summen und Brummen. Aber wo sind Insekten? Und wieso sind im nächsten Jahr alle wieder da? Moderne Kameratechnik zeigt die winzigen Wunder hautnah und überlebensgroß in technisch brillanten hochaufgelösten Aufnahmen.

„Wenn die Eiszeit kommt“ ist eine aufwendig gemachte Naturdokumentation und zeigt die unterschiedlichen Strategien der Insekten, über die kalte Jahreszeit zu kommen. Marienkäfer etwa versammeln sich zu Hunderten an geschützten Stellen und überstehen Eis und Schnee dank einer Art Frostschutzmittel im Blut. Hornissen lassen ihr ganzes Volk zugrunde gehen, nicht ohne sich im Herbst einen letzten Rausch an gegorenen Beeren zu gönnen. Nur junge Königinnen überwintern im Boden, um im Frühling einen neuen Staat gründen. Bienen hingegen sammeln den ganzen Sommer über Nektar und Blütenstaub – um mit dem Honig den Stock zu heizen und das ganze Volk bei Schnee und Eis zu ernähren, unnütze Esser allerdings haben sie vorher umgebracht. Viele Insekten sind zu erstaunlichen Leistungen fähig – was Zugvögel können, das können sie auch: So flattert der Admiral, ein farbenprächtiger Schmetterling, im Herbst über zweieinhalbtausend Meter hohe Alpenpässe, um im warmen Südeuropa den Winter zu verbringen. Andere Schmetterlinge schlüpfen erst bei Frost, wenn der Rest der Insektenwelt längst verschwunden ist. Das einzige Lebensziel dieser „Frostspanner“ ist, sich zu paaren und Eier zu legen. Ohne irgendetwas gefressen zu haben, sterben sie nach kurzer Zeit.

Ein Beitrag im ZDF aus 2017. Hier geht’s zur Arte-Mediathek.

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